Viertel vor sechs morgens. Gerade nach Hause gekommen, schalte ich den Rechner an. Es ist schon jenseits der Morgendämmerung gewesen, als wir aus dem Club kamen. Es war jenseits der Nacht, als wir dort hinein gingen. Während die Textverarbeitung lädt, koche ich Kaffee. Bei dem Licht lohnt es sich nicht, ins Bett zu gehen. Ich will diesen Sommermorgen genießen. Ich werde Kaffee trinken, auf meine Zeitung warten, heiß duschen, die Zeitung lesen und sehen, ob von meinen Mitbewohnern irgendwer aufwacht, bevor ich wieder das Haus verlasse.
Mein Hemd ist so nass vom Tanzen, als hätte ich es aus einem See gezogen. Die Musik war nicht gut in dem Club, aber darum ging es mir sicher nicht. Ich bin dem Abend, der Nacht und dem Morgen einfach gefolgt, ohne irgendwas in Frage zu stellen. Spät in die Kneipe, spät in den Club, früh zu Hause den ersten Kaffee.
Es ist still, sehr still. Obwohl ich mich vorhin wunderte, wie viele Autos schon zwischen halb sechs und sechs unterwegs sind. Ich mache jetzt keine Musik an, die den Zauber des Morgens zerstören könnte. Ich habe grundlos Moby's „One of these mornings“ im Ohr.
Der Kaffee verbrennt meinen Gaumen. Meine Motorik und die langsam einsetzende Müdigkeit und meine Motorik lassen mich bewusst werden, dass ich seit 22 Stunden wach bin, und die Nacht davor auch nur vier Stunden schlief.
Der warme Kaffee macht nur träge. Der Wecker wird gestellt. Ich werde „*Power-nappen“. Eine halbe Stunde Schlaf sollte mir wohl doch die Grenzen meiner Leistung wieder geben...
Gute Nacht
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