Dienstag, 16. Oktober 2007

#34 – Nachtgedanken VIII

Wow, Flashback: Diese Songs habe ich im Frühjahr viel gehört. Just Jack „Starz in their Eyes“ und Paolo Nutinis „Jenny don't be hasty“: Und diese Songs, per Headset direkt in meinen Kopf gedröhnt, treffen den Nerv des Moments. Dieser Tag war ein Tag der Überdosis. Erst war es die Panik vor der nicht einschätzbaren Klausur, gekoppelt mit der permanenten Ungeduld, dann ein paar Bierchen, die ungewohnt heftig durchknallen. Es ist eben nicht die Dosis des Alkohols, sondern die seltene und seltsame Kombination von Umständen, die solche wundervollen, seltenen Momente bescheren. Diese Mischung ist strange: Ich kann klar benennen, was mich aufregt, mir den Schlaf oder die Ruhe und Konzentration raubt, aber es ist nicht schlimm; eher witzig ist es und ich kann benennen, was mir diesen Tag verleidet hat und darüber lachen.

Ich vermute, entscheidend ist, wie fertig man sich (bewusst oder unbewusst) schon gemacht hat, um den natürlichen „Trip“ durch ein wenig Bier in diese „Dimension“ zu verschicken. Alkohol ist ein reiner Verstärker, und wenn die Tendenz zum „ich lache über mich und meine Sorgen“ vorliegt, dann gelingt dieser Flug.

Und ich fliege, dröhne mich mit der Musik zu, chatte mit ein paar Freunden und bin dankbar, meine Sorgen mit ihnen teilen zu können. Ja, ich bin wohl einfach „glücklich trotz....“ und ich liebe dieses Gefühl. Dieser Moment, in dem einem bewusst wird, was man an seinen Freunden hat, die einen „in guten wie in schlechten Tagen“ tragen und ertragen, diese Momente sind eine Droge, die keine Chemie einem geben kann. Wenn ich ins Bett gehe, werde ich sagen können: Ich bin nicht (vollends) glücklich, aber ich spüre nur das Glück.

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