Montag, 8. Oktober 2007

#31 – Nachtgedanken VI

Komisch, sobald ich unterwegs bin schreibe ich. Es hat schon Vorteile als Schnarcher abgestempelt zu sein. Ich habe mein Zimmer für mich alleine. Noch acht Stunden bis zur Sitzung, aber so richtig müde bin ich nicht. Nunja, ist ja egal. Ich genieße den Nachklang de „s Abends, die Musik, die ich hier alleine auch ohne Kopfhörer hören kann. „Alone in these strange beds. I think that I've travelled enough. Poetry and Aeroplanes – I'm tired of waiting for love.“ Teitur singt die Worte, die mir fehlen. Er singt mir aus der Seele. Es tat richtig gut, nach dem August auf Reisen endlich mal wieder fest zu hause zu sein.

Aber kaum war ich wieder zu hause, kam das „tired of waiting for love“ wieder durch. Ja, ich bin des Wartens müde. Aber ich will ja auch nicht verkrampfen, und immer auf der Suche sein. Mir ist klar, dass das „Ausschau halten“ nichts bringt. Wer weiß, was das kommende Semester bringen mag. Alles auf sich zukommen lassen. Ist so leicht gesagt, aber es fällt mir irgendwie auch leichter als früher. Früher, das klingt so furchtbar alt. Aber ich bin im Verein jetzt oft der Älteste, habe mit Jugendlichen zu tun, die geboren wurden, als ich schon ins Gymnasium ging, die auch keine großen Geschwister haben, die mich amüsiert angucken, wenn ich manche Dinge sage, „Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix“ zitiere. Ist immer eine Frage des Vergleichspunkts, aber ich, der ich immer das Nesthäkchen war, der immer zu den Älteren aufsah, nehme es eben jetzt erst bewusst wahr, wie es von der anderen Seite aussieht.

Ich will meine müden Knochen ins Bett hieven, denn im Alter braucht man ja seinen Schlaf.... Bin wahrscheinlich wieder als letzter wach und als erster wieder auf. Ich kenne das ja in diesem Haufen.

Keine Kommentare: